Starke Frauen sind Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung Part I

Starke Frauen sind Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung Part I

Aus diesem Grund untersützt Cotton made in Africa (CmiA) sie auf ihrem Weg in die wirtschaftliche Unabhängigkeit.

Cotton made in Africa

Cotton made in Africa

 

Starke Frauen sind ein wesentlicher Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung. Um ihnen den ersten Schritt in die wirtschaftliche Unabhängigkeit zu ermöglichen, setzt sich die Cotton made in Africa (CmiA) Initiative zusammen Partnern besonders für die Baumwollbäuerinnen in den Anbauregionen Subsahara Afrikas ein. In Subsahara-Afrika geht die Verbesserung der Lebensbedingungen der Kleinbauern unmittelbar mit der Förderung von Frauen einher. „Da Frauen einen ganz maßgeblichen Anteil an der Nahrungsmittelversorgung ihrer Familien haben, sorgen Maßnahmen zur Stärkung der Rolle der Frau auch immer für eine Verbesserung der Situation für die ganze Familie. Vor allem die Kinder profitieren hiervon,“ so Tina Stridde, Managing Director der Aid by Trade Foundation. Allerdings konnten die Bäuerinnen bislang nicht hinlänglich von ihrer Mitarbeit auf dem Hof und den Feldern profitieren. Vor diesem Hintergrund setzt sich CmiA gemeinsam mit Partnern verstärkt für die Rechte und die Stärkung von Frauen im Programm ein. Die lokalen Baumwollgesellschaften unterstützen bei der Umsetzung vor Ort.

Frauenempowerment

Frauenempowerment

Frauenempowerment durch Schulungen, finanzielle Unterstützung und Sensibilisierung

Im Rahmen ihres Frauenförderprogrammes setzt die CmiA Initiative auf unterschiedliche Aktivitäten: So werden die Schulungen im nachhaltigen Baumwollanbau an die Bedürfnisse der weiblichen Teilnehmer angepasst und Baumwollbäuerinnen zu so genannten Lead-Farmerinnen ausgebildet, um ihre Rolle innerhalb der Schulungsgruppen zu stärken. Die Mitarbeiter der Baumwollgesellschaften erhalten Trainings zum Thema Gleichberechtigung und Frauenbeauftragte werden als feste Ansprechpartner in den Unternehmen etabliert. Darüber hinaus erhalten die beteiligten Bäuerinnen einen vereinfachten Zugang zu Krediten und eigene Verträge mit den Baumwollgesellschaften, um ein unabhängiges Einkommen zu erwirtschaften. Rund 85.000 Bäuerinnen konnten bislang im nachhaltigen Baumwollanbau trainiert werden; ca. 32.300 sind inzwischen in Gruppen organisiert und knapp 3.900 Frauen besuchen betriebswirtschaftliche Schulungen.

Vorbildlichen Charakter haben außerdem die bereits mehr als 500 Frauen-Clubs, die mit je 25-50 Mitgliedern in Sambia eingeführt wurden. Sie verfügen über ein gewähltes Leitungsgremium und bauen gemeinsam Baumwolle sowie andere Feldfrüchte an. Das als Gruppe erwirtschaftete Einkommen reinvestieren die Frauen z. B. in den Bau eines Lagerhauses, den Aufbau einer Hühnerzucht oder in die Schulbildung ihrer Kinder.

Anbei stellen sich ein paar der insgesamt mehr als 85.000 geförderten Frauen aus den CmiA-Projektgebieten vor:

Nelifa Miti_credit Christian Hansen for Aid by Trade Foundation

Eine der mehr als 85.000 geförderten Frauen ist Nelifa Miti aus Sambia. Sie hat gelernt auf eigenen Beinen zu stehen und ihre Familie alleine zu versorgen. Nelifa Miti stammt aus einem kleinen Dorf bei Chipata in Sambia. Sie ist Witwe und hat 7 Kinder großgezogen. Seit 2010 ist sie als Vorsitzende der Disziplinarabteilung im Chatata Frauenclub mit anderen Baumwollbäuerinnen aktiv. Während einer Pressereise mit Die ZEIT berichtet sie über die Vorteile dieser Frauenförderungsmaßnahme: “Meine Name ist Nelifa. Ich bin Baumwollbäuerin und Mitglied im lokalen Baumwollfrauenclub. Der Verein ist sehr wichtig für mich, da ich viel über Baumwollproduktion und andere Feldfrüchte wie Mais gelernt habe. Wir werden in neuen Anbaumethoden geschult, mit denen wir Wasser und unsere Böden schützen können. Das, was wir auf dem gemeinschaftlichen Feld lernen, versuchen wir so gut wie möglich auf unseren eigenen Feldern anzuwenden. Es hat sich gezeigt, dass dies sehr erfolgreich für uns ist. Wir konnten unser Einkommen und damit unseren Lebensstandard zu Hause erhöhen. Außerdem ist mir persönlich sehr wichtig, dass ich durch den Club andere Frauen kennengelernt habe, die nicht unbedingt aus meinem Dorf kommen. Gemeinsam mit den anderen Frauen geben wir uns Kraft und beraten uns gegenseitig – beim Ackerbau als auch im alltäglichen Leben. Mein Wunsch ist, dass mehr Frauen zu kreativen Geschäftsfrauen werden, sodass sie nicht mehr ums reine Überleben kämpfen müssen. Ich bin Witwe. Die Gemeinschaft des Clubs hat mir die Kraft gegeben, um auf eigenen Beinen zu stehen und um mich alleine um meine Familie zu kümmern. Unser Verein versucht weitere Frauen zu ermutigen Baumwolle anzubauen – insbesondere diejenigen, die dachten, sie würden es nicht alleine schaffen. So konnte bereits einigen Frauen geholfen werden – sowohl in der Dorfgemeinschaft als auch beim Baumwollanbau.“

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