Organic Silk – behind the scenes – Reise nach Chengdu

Organic Silk – behind the scenes – Reise nach Chengdu

Unsere Reise führt uns nach China, genauer gesagt in die Provinz Sichuan. Hier in der Provinzhauptstadt Chengdu (14 Mio Einwohner – zum Vergleich Berlin hat 3,5 Mio Einwohner), befindet sich die Konfektionsstätte von Alkena.

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Ca. 2,5h mit dem Auto liegt unser eigentliches Ziel: das Projektgebiet von SABA nahe der Kreisstadt Jiangyou im Hügelland der Ostausläufer des Himalayagebirges um ca. 500m über NN. Die Berggipfel erreichen noch über 4.000m und in den Bambuswäldern leben Pandabären.

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SABA steht für Sichuan Alkena Biodynamic Agriculture. Alkena produziert seit 1978 Naturtextilien mit dem Schwerpunkt Seide. Für die Herstellung von Rohstoffen nach ökologischen Grundsätzen wurde das SABA-Projekt ins Leben gerufen. Ziel dieses Projektes ist, organische Seide mit höchster Qualität unter nachhaltigen Bedingungen zu produzieren. Dazu wurde in der Provinz Sichuan in China ein Berg gepachtet und eine ökologische Seidenzucht aufgebaut. Auf dem Gebiet wurden bisher über 600.000 Maulbeerbäume zur Fütterung der Seidenraupe angebaut. Zusätzlich wird durch Obst- und Laubbäume eine Mischkultur geschaffen, die zur Verbesserung der Boden-, Wasser- & Luftqualität führt. Die zu erwartende Jahresproduktion beträgt 30.000 kg Kokon wozu 900.000 kg Maulbeerblätter benötigt werden. Auf dem kompletten Berg werden 4 mal im Jahr alle Blätter der Maulbeerbäume abgepflückt und für die Seidenraupen zur Fütterung bereitgestellt.

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Begrüßt werden wir vorort vom Chef höchst persönlich – und seinen zwei Wachhunden . Ganzjährig arbeiten 6 Mitarbeiter auf dem 200 Ha großen Gebiet, das für 30 Jahre vom Staat gepachtet wurde – während der Hochsaison können es bis zu 200 Leute sein, denen das Projekt Arbeitsplätze bietet.

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Zunächst begeben wir uns auf Erkundungstour durch das Gelände. Unseren ersten Stop legen wir bei ein paar Pipa Bäumen ein. Die Frucht schmeckt saftig und erfrischend und hat einen süßsaueren Geschmack. Insgesamt gibt es auf dem Berg hunderte verschiedene Obstbäume und ca. 5000 andere Bäume um Nistplätze und Beschattung zu bieten.

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Um das Gras flach zu halten, wurde auf dem Projektgebiet ein Stall errichtet, der ca. 25 Schaafen Unterkunft bietet. Eindeutiger Star, ist das kleine Lamm im unteren Bild.

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Neben den Schaafen wohnt auch der Chef das ganze Jahr auf dem Berg. Sein Haus, dass er vor 5 Jahren baute, nachdem sein altes Haus infolge eines Erdbebens den Hang runter rutschte, wird allgemein nur „die Villa“ genannt. Von seinem Haus, kann man bis zu einem Kalkwerk in der Nähe blicken, welches zur Desinfizierung benötigt wird. Das gesamte Projektgebiet wird von einem Flussbett getrennt – so ist die Abgrenzung gewährleistet.

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