Melli goes to China – Pandastation Chengdu

Melli goes to China – Pandastation Chengdu

Sonntag, 11.05.2014

Dieser  Tag war schon im Vorfeld für viele sicherlich eines der Highlights unserer Reise.

Schon am frühen Morgen machen wir uns auf den Weg zur 10 km entfernten Panda-Aufzuchtsstation im Norden der Stadt. Die 1987 ins Leben gerufene Station wurde mit sechs dieser gefährdeten Tiere gegründet und hat sich den Schutz und natürlich die Aufzucht der Tiere zur Aufgabe gemacht. Heute ist sie die größte Aufzuchtstation der Welt.

10.Pandastation

Der 600 ha große Park bietet viel Platz und einen Lebensraum, der dem der Tiere doch sehr nahe kommt. Dazu tragen die grünen Bambuswälder, klaren Seen und viele Wiesen bei. So finden wir uns schnell in einem kleinen Stück Natur nahe der großen Stadt wieder und lernen, dass die Pandabären mit den noch ca. 1.600 freilebenden Exemplaren zu den gefährdetsten Tierarten der Welt gehören. Umso mehr freuen wir uns, dass sich die über 80 Bären im Park fleißig fortpflanzen und sich offensichtlich pudelwohl fühlen.

12.PandastationSchon der erste Anblick dieser knuddeligen Bären hat mich begeistert. Die Tiere sind so unglaublich süß, dass man sie einfach mögen muss.

13.PandastationSpätestens beim Anblick der im letzten Jahr geborenen, kleinen Bärenkinder geht dann auch dem Letzten von uns das Herz auf.

 

So mancher überlegt sich, dass auch er durchaus gerne ein Panda wäre. Wer würde es nicht genießen auf der faulen Haut zu liegen, gemütlich am Bambus zu knabbern und dabei von allen bewundert zu werden?

Auf unserem weiteren Spaziergang durch den Park lernen viele von uns zum ersten Mal auch den roten Panda kennen. Dieser eher unbekannte „kleine Bruder“ gehört zwar offiziell nicht zur Familie und obwohl er so gar keine Ähnlichkeit mit seinem großen Namens-Bruder hat, finde ich, dass er ihm an Niedlichkeit in nichts nachsteht. Leider leben auch von diesen kleinen Bären nur noch ca. 10.000 in freier Wildbahn.

15.Pandastation  17.Pandastation

Nachdem dieser Park uns alle zutiefst beeindruckt und begeistert hat, kommen vor allem die Damen der Riege natürlich nicht an den vielen kleinen Panda-Mitbringseln vorbei. Der Geschenkeshop wird von uns, in aus Deutschland gewohnt typisch chinesischer Manier, gestürmt und egal ob als Schlüsselanhänger, in Stiftform oder auch in Plüsch – hier ist für Jeden etwas Passendes dabei.

18.Pandastation

20.Wuhou-TempelNach einer Mittags- und Kaffeepause und über 16.000 gelaufenen Schritten geht es zurück nach Chengdu. Hier besuchen wir zunächst den Wuhou-Tempel, der sich im Südwesten der Stadt befindet. Jack, einer der Otex-Mitarbeiter, bemühte sich hier sehr, uns etwas der chinesischen Geschichte und Kultur beizubringen. Obwohl es sicherlich auf Grund seines doch sehr chinesisch ausgesprochenen Englisch nicht immer einfach war, hat sich das Zuhören durchaus gelohnt. So haben wir gelernt, dass der 37.000 m² große Komplex zu Anfang des 4.Jahrhunderts n.Chr. errichtet und damals dem „kriegerischen Markgrafen“ (Wu hou) Zhuge Liang gewidmet wurde. Da der Tempel 1672 komplett renoviert wurde, befinden sich die Gebäude und Skulpturen bis heute in einem sehr guten Zustand und gehören mit den dazugehörigen Pavillons und dem Lotusteich zu einer der schönsten und ältesten Tempelanlagen Sichuans. Seit 1991 steht dieser Tempel auf der Liste der Denkmäler der Volksrepublik China.

19.Wuhou-Tempel

21.Jinli-Street

 

Zum Ausklang des Tages besuchen wir die Jinli Street, die als die „Erste Straße des Shu-Königreichs“ bezeichnet wird. Ursprünglich wurde diese Straße als Geschäftsstraße des Königreichs (221 n.Chr. – 263 n.Chr.) erbaut, heute befinden sich entlang dieser nur 350 m langen Straße viele Geschäfte, Restaurants und Bars. Nach einem weiteren Abendessen mit musikalischer Showeinlage, lassen  wir uns hier eine weitere Möglichkeit zum Kauf von Reisemitbringseln für uns und die Daheimgebliebenen, natürlich nicht entgehen. Es gab aber auch einfach so viele verlockende Angebote, dass die meisten der Versuchung nur schwer widerstehen konnten.

 

22.Jinli-Street

23.Jinli-Street

 

Den Rest des Abends genießen wir zunächst in einer Bar mit Livemusik, leckeren Cocktails und viel chinesischer Gastfreundschaft. Durch diesen Abend ermuntert wird dann, nach der Ankunft im Hotel, zum ersten Mal „die Treppe“ in Beschlag genommen.

24.Die Treppe

 

In Anlehnung an die berühmte „Spanische Treppe“ sollte die Freitreppe des Hotels von nun an, zum regelmäßigen Treffpunkt für alle werden, die am Ende des Tages einfach noch nicht zu Bett gehen wollten. Ich bin fest davon überzeugt, dass auf dieser Treppe nie wieder so viel gelacht werden wird und dieser Platz wird uns Dank vieler, kurzweiliger Geschichten von Leggins, Bagdad und anderen Schwänken aus unserem Leben in lebendiger Erinnerung bleiben.

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